Der Begriff Kultur selbst hat seine Wurzeln in der anthropologischen Forschung wie beispielsweise jener Forschungsbeitrag von Kluckhohn/Strodtbeck (1961) zeigt, der sich auf die Erforschung von amerikanisch-indianischen Völkern fokussiert. Die AutorInnen unterscheiden Kulturen anhand von ihren Werten, Einstellungen und Bräuchen. (Herget/Strobl 2018, S.40)

Gerhard Wohland definiert: „Kultur ist die Kopplung von Verhalten (Anm.: Normen) und Werten. Weder kann vom Verhalten (Anm.: Normen) auf vorhandene Werte geschlossen werden noch von den Werten auf Verhalten (Anm.: Normen)“. (Oestereich/Schröder 2017, S.238)

Die Analogie zur Organisation findet sich darin, dass sie ähnlich wie Stämme, eine Gruppe von Menschen darstellt, deren Überleben von den Mitgliedern der Gruppe abhängig ist und insbesondere davon, inwiefern es den Mitgliedern der Organisation gelingt, ein einheitliches Verständnis ihrer Umgebung zu entwickeln und diese Umgebung auch gemeinsam zu meistern (Kummerow/Kirby 2014, S.4). Folglich wurde diese Analogie von vielen WissenschaftlerInnen herangezogen, um die Schlüsselrolle der Organisationskultur für die Performance des Unternehmens hervorzuheben. (Herget/Strobl 2018, S.40)

Kultur ist eine Eindeutschung des lat. Wortes cultura, das eine Ableitung des lat. colere für pflegen, urbar machen und ausbildet ist. Vielleicht begann bereits mit der Eindeutschung des Wortes der Irrtum, wir können Kultur zielorientiert gestalten. Wir können Kultur aber nur beobachten, uns darüber austauschen und darüber reflektieren. (Oestereich/Schröder 2017, S.238)

Quelle:

  • Herget, Josef; Strobl, Herbert (Hg.) (2018): Unternehmenskultur in der Praxis. Grundlagen – Methoden – Best Practices. Wiesbaden: Springer Gabler
  • Oestereich, Bernd; Schröder, Claudia (2017): Das kollegial gefĂĽhrte Unternehmen. Ideen und Praktiken fĂĽr die agile Organisation von morgen. 1st ed. MĂĽnchen: Vahlen. Online verfĂĽgbar unter https://kollegiale-fuehrung.de/