Führung legitimiert sich über Ziele. Ohne Ziele geht es nicht. Haben Führungskräfte kein Ziel, ist Führung illegitim. Sinn eines Management by Objectives (MbO) ist es, Ziele zu vereinbaren und Hilfestellungen aufzuzeigen, wie man zu diesen Zielen kommen kann, um dem Mitarbeiter dann selber zu überlassen, wie er diese Ziele erreicht. Gemeinsame Zielfindungen sind verpflichtender als einseitige Zielvorgaben. (Bolten 2013, S.22)

Führungsbedarf ergibt sich aus der Notwendigkeit, dass das Handeln von Personen im Hinblick auf bestimmte gemeinsame Ziele koordiniert werden muss. In den Unternehmen erstreckt sich die Koordination allerdings nicht nur auf die Menschen, sondern auch auf die im Wertschöpfungsprozess eingesetzten Finanz und Sachmittel sowie die immateriellen Güter (insbesondere Informationen, Werte, Rechte und Pflichten). Insofern wird in der Literatur zur Unternehmensführung häufig zwischen den Begriffen Unternehmensführung und Personalführung unterschieden. (Vahs 2005, S.18)

Während bei der Personalführung das unmittelbare Verhältnis zwischen den Vorgesetzten und ihren Mitarbeitern und damit Fragen des Führungsstils und des Führungsverhaltens im Vordergrund stehen, geht es bei der Unternehmensführung um die Gestaltung und die Steuerung des Gesamtsystems Unternehmen. Die Entscheidungen der Unternehmensführung weisen Grundsatzcharakter auf. Sie engen den Handlungsspielraum von Folgeentscheidungen ein, besitzen eine hohe Bindungswirkung oder sind sogar irreversibel, haben erheblich finanzielle Auswirkungen und betreffen das gesamte Unternehmen. (Vahs 2005, S.18)

Quellen:

  • Bolten, Günter (2013): Auf der Suche nach Führungsidentität. Orientierungshilfen für Führungskräfte. Wiesbaden: Springer Gabler
  • Vahs, Dietmar (2005): Organisation. Einführung in die Organisationstheorie und -praxis. 5. Aufl. Stuttgart: Schäffer-Poeschel