Motivation ist die Aktivierung zielorientierten Verhaltens; Motivation ist immer situativ. Situative Führung bedeutet, möglichst genau auf die Situation und den Mitarbeiterindividuell einzugehen – und zwar immer auch auf die Motivation seiner Handlungen. Motivationale Führung zeichnet sich dadurch aus, jemanden zu etwas zuführen, ihm beratend zur Seite zu stehen und zu versuchen, ihn zu motivieren. (Bolten 2013, S.63)

In der Zielformulierung steckt die entscheidende Frage, wofür die Leistung erbracht werden soll. Sie zeigt den Weg nach vorne in die Zukunft; sie lenkt den Blick auf Ziele und auf eine mögliche Vision, wohin das Unternehmen ausgerichtet ist. Sie kann motivationale Energie auslösen. Mitarbeitende für Leistung zu motivieren umschreibt in diesem Sinn das Streben nach Zielen, das in der Motivationsforschung immer eine Wechselwirkung von Person und Situation darstellt. (Spisak/Della Picca 2017, S.64)

Quellen:

  • Bolten, GĂĽnter (2013): Auf der Suche nach FĂĽhrungsidentität. Orientierungshilfen fĂĽr FĂĽhrungskräfte. Wiesbaden: Springer Gabler.
  • Spisak, Mona; Della Picca, Moreno (2017): FĂĽhrungsfaktor Psychologie. Fragen aus der FĂĽhrungspraxis – Antworten der Psychologie. Unter Mitarbeit von Michael Koritschan. Berlin, Heidelberg: Springer.